„Plan A, B, C und ….“

Schon seit längerer Zeit mache ich mir Gedanken, was passieren könnte, wenn Charlotte ihre Ausbildung beendet. Da Kindergeld und Unterhalt dann wegfallen, entsteht ein nicht unerhebliches „Finanzloch“ für die nahe und ferne Zukunft. Dieses gilt es durch einen entsprechenden Plan zu stopfen.
Charlotte wird sicher irgendwann sowieso ihr Flügel ausbreiten und das „Hotel Papa“ verlassen.
Fakt ist, dass ich dann alleine die aktuelle Wohnung in Rodgau nicht werde halten kann, wenn die Hälfte der Miete „wegbricht“.
Ein weiterer Fakt ist, dass es im Rhein-Main-Gebiet kaum noch bezahlbaren, äduquaten Wohnraum gibt.
Also brauche ich einen entsprechenden Plan!

Plan A

„Plan A“ ist recht einfach zu erklären: „Charlotte beteiligt sich in Höhe der wegfallenden „Einnahmen“ an der Miete und alles bleibt wie es ist (Hotel Papa).“
Dabei gibt es allerdings einiges zu bedenken:

  • Charlotte möchte (vielleicht) auf ihren eigenen Füßen stehen und eine eigene Wohnung haben.
    Das ist aber angesichts der Mieten nicht ganz so einfach.
  • Früher oder später wird Charlotte ganz bestimmt ausziehen. Dann sitze ich alleine in der dann zu großen und teuren Wohnung. Das verschiebt die oben genannte Ausgangssituation nur zeitlich nach hinten 🤨.
  • So richtig heimisch bin ich hier in der Gegend eigentlich auch nach den vielen Jahren nicht geworden. Da steckt wohl noch zu viel OSSI und/oder Thüringer drin 🤪

Plan B

„Plan B“ besteht aus (m)einem Umzug in günstigere Gefilde.
Da ich (wahrscheinlich) weiter im Homeoffice arbeiten werde, kann es relativ egal sein, wo ich künftig meine „Homebase“ habe. Außerdem rückt die Zeit des „Ruhestandes“ in überschaubare Nähe.
Bevor ich aber „irgendwo“ die Nägel einschlage, möchte ich doch gerne dahin gehen, wo es mir am besten gefällt.
Ursprünglich war mein Plan in die Heimat meiner Jugend, in den Südharz zu ziehen. Es gibt allerdings logistische und (sehr) persönliche Gründe, die gegen dieses Vorgehen sprechen.
Thüringen wäre aber weiterhin die Gegend meiner Wahl.
Da ich mich an eine gute Infrastruktur (Einkaufsmöglichkeiten, Nahverkehr, Kultur usw.) gewöhnt habe, sollte die „Ortschaft“ entsprechend größer ausfallen. So kommen zum Beispiel Erfurt oder Weimar in meine engere Wahl.
Aber auch dort sind die Mieten und Nebenkosten nicht mehr sooo günstig 🙄.
Somit ist es nicht ganz so einfach, eine vernünftige und bezahlbare Wohnung zu finden 😞.
„Plan B“ ist damit nicht vom Tisch, aber wohl nicht so einfach umzusetzen sein, wie ursprünglich gedacht.

„Plan C“

„Plan B“ hat natürlich auch sonst einige nicht zu verachtenden Argumente:

  • Wie schon oben erwähnt, ist es auch in Thüringen nicht so günstig zum Leben.
  • Ich wäre von Charlotte und meinen hiesigen Freunden getrennt.
  • Ist Thüringen noch das Thüringen, das ich vor vielen Jahren verlassen habe?
  • Werde ich dort neue Freundschaften knüpfen oder alte „wiederleben“ können?
  • Nicht zu verachten, wäre, dass der UNIMOG nicht mehr in meiner Nähe wäre.

Beim letzten Weltenbumlertreffen vor einigen Wochen in Gaggenau kam mir wenigstens zum letzten Aspekt der „Plan C“ in den Kopf: „Warum überhaupt eine feste Wohnung???“

Viele Menschen leben mittlerweile mobil in einem mehr oder weniger konfortablem Schneckenhaus.
Also warum nicht ich auch?
Soll ich monatlich hunderte von Euronen in eine Wohnung und deren Nebenkosten „investieren“, die dann nicht mal mir selbst gehört und nur den Vermieter reich macht?
Oder bekomme ich eventuell für den selben Einsatz eine „rollende Einraumwohnung“, mit der ich machen kann was ICH will?
Da ich vorrausichtlich weiterhin im „Homeoffice“ arbeiten werde, ist der Arbeitsort nicht mehr relevant. Seit Anfang 2020 war ich so gut wie gar nicht mehr im offiziellen Büro, und ich sehe auch keinen Grund dies ändern zu müssen.
Ich könnte leben und arbeiten wo es mir gefällt und wenn es zu langweilig wird, einfach weiterziehen. Oder Freunde und Famile besuchen, ohne denen „zur Last zu fallen“.

Die „rollende Einraumwohnung“ sollte allerdings mehr als ein Standard-Wohnmobil werden.
Diese, und auch der UNIMOG sind für einen (längeren) Urlaub sicher bestens geeignet.
Zum darin LEBEN braucht es aber eben noch „etwas mehr“ (Strom, Klima, Waschmaschine, Arbeitsplatz usw.).
Somit ist auch „Plan C“ nicht ganz so einfach realisierbar und erfordert noch sehr (!) viele Überlegungen.

Wie weiter?

So reifen nun die Pläne A, B und C gleichrangig (!) nebeneinander her.
Obwohl „Plan A“ irgendwie immer weniger attraktiv scheint.
Vielleicht gibt es ja auch noch einen „Plan D bis X“, die ich aktuell noch gar nicht auf dem Radar habe.
„Plan X“ besteht schon mal aus einem fetten (!) Lottogewinn, mit dem alle andren Pläne ganz schnell obsolet wären 😁.

Das (entscheidende) Jahr rückt nun immer näher, aber ich möchte trotzdem keine überstürzte Entscheidung treffen.
Daher versorge ich mich nun fleißig mit Ideen, Überlegungen und Fakten um dann eine fundierte Grundlage zu haben, die langfristigen Halt und eine Grundlage für die Zukunft bieten kann.

Über Kommentare, Infos, Hinweise und Gedanken würde ich mich sehr freuen.

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